Dresscode: alle Codes von Casual bis White Tie erklärt
Von Casual bis White Tie: was jeder Code verlangt. Welches Outfit dir dafür am besten steht, suchen wir aus, und du siehst es an dir, sobald du Credits gekauft hast.
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Ein Dresscode fasst ein ganzes Outfit in zwei, drei Worte. Er steht auf der Einladung zur Hochzeit, zur Firmenfeier oder zur Gala, manchmal auch in der Kleiderordnung eines Arbeitgebers, und sorgt dafür, dass alle ungefähr gleich festlich erscheinen. Wer den Code kennt, muss nicht raten. Wer ihn falsch liest, steht im Anzug zwischen lauter Jeans oder im Sommerkleid zwischen Smokings.
Auf Einladungen im deutschsprachigen Raum stehen meist die englischen Begriffe: Smart Casual, Business Casual, Cocktail, Black Tie. Daneben gibt es deutsche Formeln wie „Dunkler Anzug“, „festliche Kleidung“ oder „Abendgarderobe“, und in der Sprache des Knigge heißen Black Tie und White Tie kleiner und großer Gesellschaftsanzug. Die Übersicht ordnet alle Codes auf einer Leiter, vom lockeren Casual bis zum Frack, jeweils mit dem, was Damen und Herren tragen, wo der Code auftaucht und welche Fehler am häufigsten passieren.
Casual: leger, aber gepflegt
Casual ist der lockerste Dresscode und trotzdem einer. Herren tragen Jeans oder Chinos mit T-Shirt, Poloshirt, Hemd oder Pullover, dazu Sneaker, Bootsschuhe oder Desert Boots. Damen haben die freie Wahl zwischen Jeans, Rock und Sommerkleid, Bluse, Strick oder Shirt, mit Sneakern, Ballerinas oder Sandalen. Du findest ihn auf Einladungen zum Grillfest, zur Gartenparty, zum Sommerfest der Firma oder zum Geburtstag im kleinen Kreis.
Der häufigste Fehler ist, Casual mit „egal“ zu verwechseln. Jogginghose, Trainingsjacke, ausgeleierte Shirts und Flip-Flops abseits vom Strand gehören nicht dazu, auch nicht beim lockersten Fest. Saubere Kleidung, die gut sitzt, ist die Grundregel. Und steht auf der Einladung, dass ein Fotograf kommt, lohnt es sich, die Farben mit den anderen abzusprechen.
Smart Casual: ein schickes Teil, der Rest entspannt
Bei Smart Casual trifft ein Teil mit Schnitt auf lässige Stücke. Für Herren heißt das: ein Sakko über Hemd, Feinstrick oder schlichtem T-Shirt, dazu Chinos oder eine dunkle Jeans ohne Risse, Loafer, Chelsea Boots oder saubere weiße Leder-Sneaker. Eine Krawatte braucht es nicht. Damen kombinieren einen Blazer mit Jeans oder einen Midirock mit Strick, oder sie tragen ein Hemdblusenkleid mit Stiefeletten.
Smart Casual ist der Code der Firmenfeier, des Abendessens im Restaurant, der Vernissage und vieler Büros am Freitag. Danebengreifen kann man in beide Richtungen: Hoodie und Laufschuhe sind zu wenig, Anzug und Krawatte zu viel. Im Katalog zeigen „Sakko und Chinos“, „Blazer und Jeans“ und „Strickoberteil und Midirock“, wo die Linie verläuft.
Business Casual: Büro ohne Anzugpflicht
Business Casual ist Bürokleidung ohne Anzug. Herren tragen Stoffhose oder Chinos mit einem gebügelten Hemd, je nach Tag mit Pullover oder Sakko darüber, und Lederschuhe oder Loafer. Damen wählen eine Stoffhose oder einen knielangen Rock mit Bluse oder Feinstrick, oder ein schlichtes Kleid, dazu Loafer, Ballerinas oder Pumps mit niedrigem Absatz.
Du begegnest dem Code im Büroalltag, auf Messen und Tagungen, beim Vorstellungsgespräch in Firmen ohne Anzugpflicht und bei Terminen vor Gericht oder auf dem Amt. Anders als bei Smart Casual bleiben Jeans, Sneaker und T-Shirts meist draußen. Typische Fehler sind zerknitterte Hemden, zu kurze Röcke und Freizeitschuhe; wer unsicher ist, nimmt ein Sakko mit und zieht es bei Bedarf aus. „Bluse und Stoffhose“ oder „Button-down-Hemd und Chinos“ treffen ihn genau.
Business und „Dunkler Anzug“
Business, auf englischen Einladungen auch Business Attire oder Business Formal, verlangt den Anzug. Herren tragen ihn in Marine, Anthrazit oder Dunkelgrau, mit hellem Hemd, Krawatte, dunklen Lederschuhen und Kniestrümpfen, damit beim Sitzen keine Haut blitzt. Damen tragen einen Hosenanzug, ein Kostüm oder ein Etuikleid mit Blazer, dazu geschlossene Pumps. Der Code gilt in Banken, Kanzleien und Vorstandsetagen, bei Geschäftsessen und offiziellen Empfängen.
Steht auf einer Einladung „Dunkler Anzug“, etwa zu einem Empfang am Abend, ist ein dunkler Anzug mit Krawatte gemeint; Damen kommen im eleganten Kleid, im Cocktailkleid oder im feinen Hosenanzug. Die häufigsten Fehler sind Anzüge, die zu groß oder zu eng sitzen, zu kurze Socken und eine schwarze Krawatte, die bei Geschäftsterminen schnell nach Trauerkleidung aussieht. „Dunkelblauer Anzug mit Krawatte“, „Rockkostüm“ und „Dunkelblauer Hosenanzug“ zeigen den Code im Katalog.
Cocktail: schick für den Abend
Cocktail ist die Mitte der Leiter: festlich, aber nicht bodenlang. Herren kommen im Anzug, abends eher dunkel und meist mit Krawatte; ein Sakko mit Rollkragenpullover und Stoffhose ist die modernere Variante. Damen tragen ein Cocktailkleid zwischen Knie und Wade, ein elegantes Midikleid, einen schicken Jumpsuit oder ein Seidentop zur weiten Hose, dazu Absatzschuhe oder elegante flache Schuhe.
Der Code steht auf Einladungen zum Abendempfang, zum Firmenjubiläum, zur Weihnachtsfeier im Hotel, zur Hochzeit am Abend und zur Silvesterparty. Zu viel ist hier genauso falsch wie zu wenig: Ein Smoking oder ein bodenlanges Abendkleid übertreiben, Jeans und Sneaker reichen nicht. Tagsüber, etwa bei einer Gartenhochzeit, dürfen Anzug und Kleid heller sein, und ein hellgrauer Anzug mit offenem Kragen passt dann besser als Anthrazit mit Krawatte.
Festlich und Black Tie optional
„Festliche Kleidung“, „Abendgarderobe“ oder Black Tie optional liegen eine Stufe unter Black Tie. Gastgeber, die das schreiben, kommen oft selbst im Smoking, lassen dir aber die Wahl. Herren tragen einen dunklen Anzug mit Seidenkrawatte, gern mit Einstecktuch, oder eben den Smoking. Damen tragen ein langes Abendkleid, ein elegantes Midikleid aus Satin oder einen festlichen Jumpsuit.
Typisch ist der Code für festliche Hochzeiten, Jubiläen, Bälle und Premieren. Der klassische Fehler ist der Büroanzug ohne jedes festliche Detail; schon Einstecktuch, Seidenkrawatte und frisch polierte Schuhe heben ihn auf das Niveau des Abends. Bei Hochzeiten gilt zusätzlich: Weiß, Creme und alles, was auf Fotos weiß wirkt, gehört der Braut. Manche Gastgeber meinen mit „Abendgarderobe“ schon Smoking und langes Kleid. Im Zweifel fragst du nach.
Black Tie: Smoking und Abendkleid
Black Tie, der kleine Gesellschaftsanzug, bedeutet für Herren den Smoking: schwarz oder mitternachtsblau, mit seidenbelegtem Schal- oder Spitzrevers und einer Hose mit einem Galonstreifen. Dazu gehören ein weißes Smokinghemd, eine schwarze Fliege (in Österreich: Masche), Kummerbund oder Smokingweste und schwarze Lackschuhe oder auf Hochglanz polierte Oxfords. Damen sind mit einem bodenlangen Abendkleid immer richtig; ein sehr elegantes Cocktailkleid oder ein bodenlanger Jumpsuit geht bei vielen Feiern auch, ein Tageskleid oder ein Kostüm nicht.
Black Tie ist Abendkleidung: Der Smoking gehört traditionell erst ab etwa 18 Uhr auf das Fest. Du findest den Code auf Einladungen zu Galas, Bällen, Opernpremieren, Preisverleihungen und festlichen Abendhochzeiten. Die häufigsten Fehler: ein schwarzer Anzug mit Fliege, der eben kein Smoking ist, eine Krawatte statt der Fliege und ein Smoking bei einer Feier am Vormittag, wo der Stresemann seine Rolle übernimmt. Kaufen musst du übrigens keinen: Viele Herrenausstatter verleihen den Smoking für einen Abend.
White Tie: Frack und großes Abendkleid
White Tie ist der festlichste Dresscode überhaupt, der große Gesellschaftsanzug. Herren tragen den schwarzen Frack, vorne kurz und hinten mit zwei Schößen, offen getragen. Darunter kommen ein weißes Frackhemd mit gestärkter Brust und Kläppchenkragen, eine weiße Piqué-Weste, die nicht unter dem Frack hervorschauen darf, und eine weiße Fliege aus Piqué. Die Hose hat zwei Galonstreifen, die Schuhe sind aus schwarzem Lackleder.
Für Damen gilt nur das bodenlange Abendkleid, traditionell mit langen Handschuhen bis über den Ellbogen und dem feinsten Schmuck, den du besitzt; Cocktaillängen, Jumpsuits und Hosen gehören nicht dazu. Den Code siehst du heute fast nur noch bei Staatsbanketten an Königshöfen, bei der Nobelpreisverleihung und auf großen Wiener Bällen wie dem Opernball. Der häufigste Fehler ist der Smoking: So gut er sitzt, zu White Tie ist er die falsche Kleidung. Das Gegenstück für den Tag ist der Cut, den man bei sehr förmlichen Hochzeiten noch am Bräutigam sieht.
Den Dresscode auf der Einladung richtig lesen
Die Angabe zur Kleidung steht meist unten auf der Karte oder auf der Website zur Feier. Nimm die Worte genau: Black Tie ist eine Regel, Black Tie optional ein Angebot, und „erwünscht“ ein Wink, dass sich die Gastgeber über die festlichere Wahl freuen. Fehlt jede Angabe, verraten drei Dinge den Rahmen: die Uhrzeit, denn ab dem Abend wird es eine Stufe festlicher; der Ort, denn ein Schlosshotel verlangt mehr als eine Scheune; und die Einladung selbst, deren schweres Papier etwas anderes sagt als eine Nachricht im Gruppenchat.
Bleibst du unsicher, frag die Gastgeber oder jemanden aus ihrem Umfeld. Das ist eine ganz normale Frage. Sonst gilt: lieber eine Stufe zu schick als zu leger. Ein Sakko kannst du im Lauf des Abends ausziehen; fehlt es, hilft an der Tür nichts mehr. Manche Anlässe haben ungeschriebene Codes: Zur Beerdigung kommst du dunkel und schlicht, zur Taufe festlich, in der Kirche aber mit bedeckten Schultern, und zum Vorstellungsgespräch eine Stufe besser angezogen als im Job.
Den Dresscode an dir sehen
Den Code zu kennen ist die halbe Antwort. Die andere Hälfte ist das Outfit, das an dir gut aussieht, denn dasselbe Cocktailkleid oder derselbe Anzug wirkt an jeder Figur anders. Wähle oben den Anlass, der deinem Dresscode am nächsten kommt: Smart Casual für Smart Casual, Vorstellungsgespräch für Business und Business Casual, Cocktail für Cocktail, Festliche Hochzeit für Festlich und Black Tie. Dann lade ein Ganzkörperfoto hoch, frontal und von Kopf bis Fuß.
Wir suchen unter den Outfits des Anlasses das aus, das zu deiner Statur und deinen Farben passt, und dieses beste Outfit siehst du an dir, sobald du Credits gekauft hast. Willst du lieber selbst wählen, probier jedes Outfit des Anlasses an dir aus. Einen Frack vom Verleih oder ein Kleid aus dem Onlineshop lädst du als Foto hoch und siehst es genauso an dir. Mit einem kostenlosen Konto ist dein erster selbst gewählter Look gratis.
So kleidest du dich passend zum Dresscode
- 1
Angabe finden
Such auf der Einladung oder der Website zur Feier nach dem Hinweis zur Kleidung. Fehlt er, schau auf Uhrzeit, Ort und Anlass.
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Stufe einordnen
Ordne den Code auf der Leiter oben ein, von Casual bis White Tie, und lies nach, was Damen und Herren auf dieser Stufe tragen.
- 3
Anlass wählen und Foto hochladen
Wähle oben den Anlass, der dem Code am nächsten kommt, und lade ein Ganzkörperfoto hoch, auf dem du von Kopf bis Fuß zu sehen bist.
- 4
Outfit an dir sehen
Wir suchen dein bestes Outfit für den Anlass aus, und du siehst es an dir, sobald du Credits gekauft hast. Oder du nimmst dir eins aus der Galerie und probierst es selbst an.
Häufige Fragen
Was bedeutet Dresscode?
Ein Dresscode ist eine Kleiderordnung für einen Anlass, meist auf der Einladung oder in den Regeln eines Arbeitgebers. Er sagt in wenigen Worten, wie festlich die Gäste kommen sollen, von Casual bis White Tie. So erscheinen alle ungefähr gleich angezogen, und niemand steht als Einziger im Smoking oder in Jeans da.
Welche Dresscodes gibt es?
Von leger bis festlich: Casual, Smart Casual, Business Casual, Business, Cocktail, Festlich oder Black Tie optional, Black Tie und White Tie. Dazu kommen Spielarten wie Casual Chic, Summer Chic oder Creative Black Tie, die sich jeweils an einer dieser Stufen orientieren.
Was ist der eleganteste Dresscode?
White Tie. Herren erscheinen im Frack mit weißer Weste und weißer Fliege, Damen im bodenlangen Abendkleid, oft mit langen Handschuhen. Begegnen wirst du ihm fast nur bei Staatsempfängen und großen Bällen.
Smart Casual oder Business Casual: Was ist schicker?
Business Casual ist die förmlichere Variante: Stoffhose oder Chinos, Hemd oder Bluse, oft ein Sakko, aber keine Jeans. Smart Casual lockert das auf und erlaubt dunkle Jeans, Strick und saubere Leder-Sneaker, solange ein Teil mit Schnitt dabei ist.
Was bedeutet Black Tie optional?
Die Gastgeber tragen selbst Black Tie, und du darfst mitziehen oder eine Stufe darunter bleiben. Für Herren heißt das Smoking oder dunkler Anzug mit Krawatte, für Damen ein langes Abendkleid, ein elegantes Cocktailkleid oder ein festlicher Jumpsuit.
Geht bei Black Tie auch ein schwarzer Anzug?
Streng genommen nicht: Ein schwarzer Anzug ist kein Smoking, auch nicht mit Fliege. Den Smoking erkennt man an den seidenbelegten Revers und dem Galonstreifen an der Hose. Steht Black Tie optional auf der Einladung, ist ein dunkler Anzug mit Krawatte dagegen völlig in Ordnung.
Was ziehe ich an, wenn kein Dresscode angegeben ist?
Lies den Rahmen: Uhrzeit, Ort und Art der Einladung verraten viel. Im Zweifel fragst du die Gastgeber oder ziehst dich eine Stufe schicker an als zuerst gedacht, also eher Smart Casual als Casual. Eine Ausnahme ist die Beerdigung, zu der man auch ohne Angabe dunkel und schlicht kommt.
Kann ich sehen, wie mir ein Dresscode steht?
Ja. Wähle oben den Anlass, der zum Dresscode passt, und lade ein Ganzkörperfoto hoch. Jedes Outfit, das du dir selbst aussuchst, siehst du an dir, den ersten Look mit einem kostenlosen Konto gratis. Dein bestes Outfit für den Anlass suchen wir für dich aus, und du siehst es an dir, sobald du Credits gekauft hast.